Unsere Forderungen


Studium

Anwesenheitspflichten abschaffen!

Die Teilnahme an Seminaren sollte, wie es das NHG (Niedersächsische Hochschulgesetz) schon für Vorlesungen vorschreibt, nicht anwesenheitsverpflichtend sein. Praxisseminare sind hiervon ausgenommen. Wir glauben, dass das Studium auch die Persönlichkeit ausbilden sollte. Dafür müssen Studierende aber auch die Möglichkeit haben, selbst Fehler machen zu können. Wer den eigenen Lernerfolg durch evtl. Nichtteilnahme an Veranstaltung riskiert, handelt eigenverantwortlich.

Vorlesungen aufzeichnen!

Als Liberale setzen wir uns für ein freies Studium ein. Die Aufzeichnung der Vorlesungen bietet die Möglichkeit das Studium freier gestalten zu können. Zudem können Module gleichzeitig belegt werden, obwohl sie parallel stattfinden. Dies ist gerade für Studierende, die z.B. seltene Zwei-Fach-Bachelor-Kombinantionen studieren hilfreich sein, um in der Regelstudienzeit fertig zu werden.

Die Technik für die Aufzeichnung ist dabei schon überwiegend vorhanden. Es gilt also „nur“ noch die rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen.

First Come / First Serve – Prinzip abschaffen!

In einigen Fachschaften ist es schon abgeschafft, aber leider noch nicht bei allen: Das First-Come-First-Serve Prinzip auf Stud.IP. Es schafft einen erheblichen Nachteil bei der Platzvergabe von Tutorien, Veranstaltungen und Hochschulsport. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass das Studium fair und chancengleich für alle ist. Du hast schlechtes Internet oder bist nicht um Punkt 18.00 Uhr am PC? – Mit dem Losverfahren wäre es egal.

Altklausureneinsicht kostenlos und für jeden

Zum Lernen sind die Klausuren der Vorjahre sehr hilfreich. Nur leider werden die Altklausuren nicht immer zur Verfügung gestellt. Dies sorgt für eine Ungerechtigkeit beim Lernerfolg. Diejenigen, die Freunde im höheren Semester zum Beispiel haben, kommen an die Altklausuren heran, während andere ohne dieses Vitamin B lernen müssen. Wenn es also schon nicht möglich ist, die Altklausuren unter Verschluss zu halten, dann sollten wir sie allen zugänglich machen!

Studienservice

Stud.IP als App (Android/Apple)

Es gibt bereits eine von Stud.IP verifizierte App, an der unsere Uni bisher noch nicht teilnimmt. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass sich das ändert. Die Darstellung auf der App ist um ein Vielfaches besser.

Bibliothek 24/7

Unter der Woche ist die Bibliothek brechend voll, und am Wochenende ist sie nur von 10.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Wir fordern, dass zumindest die Öffnungszeiten am Wochenende verlängert werden. Vielleicht ist ja auch eine 24/7 Bibliothek möglich. (Feiertage natürlich ausgenommen) Dies würde den Platzmangel teilweise beheben und steht im Einklang mit unserer Forderung, das jede/r Studierende sein Studium selbst gestalten kann.

Campuscard mit EC-Karte aufladen / App entwickeln

Endlich haben wir unsere CampusCard, die auch schon vielseitig im Campusleben integriert ist. Die Bibliothek ist dran, das Bezahlen für Kopien etc. zeitnah über die CampusCard zu ermöglichen. Voraussetzung dafür ist natürlich ein ausreichendes Guthaben auf der Karte. Wir fordern das Aufladen per EC-Karte, Überweisung und das Entwickeln einer App, mit der ihr euer Guthaben immer im Blick habt.

Semesterbeitrag senken

Unser derzeit bei 401,27 € liegende Semesterbeitrag ist hoch – wir wollen prüfen, warum der Beitrag anderer Unis im Umland deutlich niedriger ist und unser Bestes geben, unseren Beitrag zu senken. (Uni Osnabrück 353,55 €, Uni Vechta 311,52 €)

Warteticket online ziehen – StudierendenServiceCenter

Unser StudierendenServiceCenter (SSC) läuft schon sehr digital. Die Ticket-Vergabe jedoch muss immer noch im Gebäude selbst gezogen werden. Wir fordern, dass dies künftig auch online geschieht und über den Tag hinaus. So kann man gerade in „heißen Phasen“ besser planen und muss nicht mit langen Wartezeiten für das Warteticket rechnen.

Politik

Online Wahlen einführen

Unsere Studierendenschaft ist im Niedersächsischen Hochschulgesetz verfasst und gibt den Studierenden somit die Macht, im Hochschulgeschehen eingreifen zu können. Die Wahlbeteiligung für das Studierendenparlament (StuPa) lag im letzten Jahr bei 8,16 %.[1] Das ist zu wenig! Der StuPa besteht aus 50 Sitzen, fasst elementare Beschlüsse, die alle Studierenden angehen, und verwaltet einen Haushalt von ca. 6 Mio. €[2] pro Jahr. Es wird Zeit, dass wir durch die Online-Wahlen versuchen, die Wahlbeteiligung zu erhöhen und den Papierverbrauch zu senken.

Sonstiges

Overhead-Projektoren abschaffen

Der Punt ist banal: Im Jahr 2020 sollten Overhead-Projektoren nur noch dann eingesetzt werden, wenn sie wirklich einen Mehrwert gegenüber Beamern auspielen können. In den VWL-Tutorien wird der gleiche Inhalt teilweise dreifach auf die Folien geschrieben. Sowohl der Lernerfolg, als auch die Umweltbilanz könnten durch den Einsatz von Technik dieses Jahrtausends gesteigert werden.

Dächer flicken

Wer bei Regen den Campus Wechloy besucht, erblickt überall Eimer. Es handelt sich dabei nicht um ein Kunstprojekt, sondern um die Lösung mit defekten Dächern umzugehen. Das können wir nicht tolerieren. Gute Bildung braucht gute Räume. Und wer weltbeste Bildung will, kann sich nicht mit undichten Dächern abfinden!

[1] https://www.nwzonline.de/oldenburg/politik/oldenburg-ergebnisse-der-stupa-wahlen-gruene-dominieren-oldenburger-studentenparlament_a_50,4,360549688.html

[2] 14.979 Studierende á 401,27€ = 6.010.623,33 €

Forderungen aus 2019

Nachfolgend stehen unsere Forderungen von früheren Wahlen, welche für uns immer noch Relevanz haben. Einige Punkte findet ihr in unserem aktuellen Programm wieder.

Digitalisierung als Chance für flexibles Studieren

Vorlesungen sollten aufgezeichnet und im stud.ip für die Teilnehmer hochgeladen werden. Jeder Mensch ist anders, das macht uns aus. Der eine kann sich besser am Stück in der Vorlesung mit einem Thema auseinander setzen. Der andere kann ein Thema eher in Ruhe zwischen Kaffee und Netflix zu Hause nacharbeiten. Warum lassen wir nicht jeden seine eigene Wohlfühl-Lernzone schaffen? Vorlesungen bequem aus dem Homeoffice nacharbeiten. Vor allem auch wenn jemand zu einer Vorlesung schlichtweg verhindert war.

Unterstütztes Lernen durch neue Technologien

Das Smartphone oder der Laptop lassen sich nicht mehr aus dem Alltag wegdenken. In der Einführungsveranstaltung zu BWL von Jörn Hoppmann wird bereits eine App eingesetzt, die Vorlesungsinalte abfragt und das optimale Lernintervall für die einzelnen Fragen festlegt. Was man gut kann wird schnell abgehakt, Themen die einem Schwierigkeiten bereiten in den Vordergrund gerückt. Warum dieses Konzept nicht in anderen Modulen adaptieren und das Potenzial unserer heutigen Technologien nutzen?

Modulscheine der Umwelt und den Studenten zuliebe vollständig digitalisieren

In manchen Modulen müssen Modulscheine noch immer in Papierform ausgefüllt werden. Wozu ist das im Zeitalter der Digitalisierung noch notwendig, wenn es auch digital und umweltschonend ginge?

Keine Anwesenheitspflicht – Bestärkung der Selbstständigkeit von Studenten

Wir sprechen uns stark gegen eine Anwesenheitspflicht für Vorlesungen aus. Studieren heißt auch, selbstständig und eigenständig zu lernen und zu handeln. Wir trauen Dir als Student zu, selbst entscheiden zu können, welche Veranstaltungen für Dich wichtig sind und Dich weiter bringen. Oftmals ist Abwesenheit auch die Strafe für schlecht referierte bzw. vermittelte Themen und Inhalte. Anwesenheit ist eben auch eine Form des Feedbacks.

Mehr Platz zum Lernen – Ausgewählte Räume bei Leerlauf zum Lernen öffnen

Unsere Universität wächst kontinuierlich. Es ist oft schwierig, schnell einen ruhigen Platz zum Lernen in der Gruppe oder alleine zu finden. Zum Lernen in der Bibliothek müssen erst Jacken und Taschen eingeschlossen werden. Wer zwischen zwei Veranstaltungen kurz lernen will, verliert kostbare Zeit. Um für eine grundlegende Verbesserung der Raumsituation zu sorgen, möchten wir in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten eine ganztägige Öffnung der Mensa in Haarentor erreichen. Schließlich bieten sich die unzähligen Tische dort sehr gut zum Studieren an.